Hufig gestellte Fragen zum INSM-ELTERN-Kindergartenmonitor und seiner Methodik (FAQ)
- Welche Modellfamilien stellte das INSM-ELTERN-Kitaranking dar?
- Warum nimmt die INSM-Eltern-Studie bei Einkindhaushalten an, das Kind sei vier Jahre alt?
- Warum nimmt die INSM-Eltern-Studie bei Zweikinderhaushalten Kinder im Alter von dreieinhalb und fnfeinhalb Jahren an?
- Warum untersucht die INSM-Eltern-Studie die Gebhren fr einen Halbtags-Kindergarten-Platz?
- Welche Annahmen legen die Forscher bei der Zweikind-Modellfamilie (Geschwisterkinder) zugrunde?
- Warum stellt die Studie ausschlielich auf Ehepaare mit ein-Kind- und Zwei-Kind-Familien ab?
- Wie kamen die Wissenschaftler auf die zwei im INSM-ELTERN-Ranking dargestellten Einkommensklassen?
- Wie haben die Wissenschaftler die Gebhrensituation in Stdten ermittelt, die keine stdtischen Kindertageseinrichtungen haben?
- Wie haben die Wissenschaftler die Gebhrensituation in Stdten ermittelt, wenn es whrend des laufenden Kindergartenjahres nderungen der Satzungen bzw. Elternbeitrge gegeben hat?
Welche Modellfamilien stellte das INSM-ELTERN-Kitaranking dar?
Die Analyse erfolgte fr vier Modellfamilien pro Stadt: Unterschieden werden zunchst zwei Familienkonstellationen:
- Eltern mit einem Kind im Alter von vier Jahren, das halbtags vormittags fr eine Zeit von vier bis fnf Stunden in den Kindergarten geht.
- Eltern mit zwei Kindern (dreieinhalb und fnfeinhalb Jahre), die beide halbtags vormittags fr eine Zeit von vier bis fnf Stunden in den Kindergarten gehen.
Zudem untersucht die Studie die Kindergartengebhrensituation vor Ort fr zwei Einkommensklassen:
- Bezieher mittlerer Einkommen als Zweiverdienerhaushalte mit 45.000 Euro Bruttoverdiensten pro Jahr und
- Bezieher hoher Einkommen als Zweiverdienerhaushalte mit 80.000 Euro Bruttoverdiensten pro Jahr.
Aus der Kombination von zwei Familien- und zwei Einkommenskonstellationen ergeben sich pro Stadt vier Flle.
Warum nimmt die INSM-Eltern-Studie bei Einkindhaushalten an, das Kind sei vier Jahre alt?
Das vierjhrige Kind befindet sich annahmegem im zweiten Kindergartenjahr. Fr den Fall, dass Kommunen auch schon das zweite Kindergartenjahr beitragsfrei gestellt sind, wird dies im Rahmen der Erhebung mit bercksichtigt.
Warum nimmt die INSM-Eltern-Studie bei Zweikinderhaushalten Kinder im Alter von dreieinhalb und fnfeinhalb Jahren an?
Bei Familien mit zwei Kindern befindet sich das erste Kind mit dreieinhalb Jahren im ersten Kindergartenjahr und das zweite Kind befindet sich mit fnfeinhalb Jahren annahmegem regulr im letzten Kindergartenjahr unmittelbar vor der Einschulung. Auf diese Weise bercksichtigt die Analyse Kommunen, die das letzte Kindergartenjahr beitragsfrei stellen, mit. Und fr den Fall, dass Kommunen wie zum Teil von Politikern gefordert das erste Kindergartenjahr beitragsfrei stellten, spiegelt sich auch dies in der Studie wider.
Warum untersucht die INSM-Eltern-Studie die Gebhren fr einen Halbtags-Kindergarten-Platz?
Weil es in Kindergrten bundesweit eine Mindestbuchungszeit von mindestens vier und bis fnf Stunden am Vormittag gibt und diese Mindestbuchungszeit in der Mehrzahl der Grostdte existiert. Diese Zeit werden die Kinder also formal mindestens betreut. Die von Pdagogen und Bildungsforschern besonders fr den spteren Bildungserfolg wichtig erachtete Halbtagsbetreuung wird hiermit abgebildet. Dort, wo die Mindestbuchungszeit hher liegt, wurden die Beitrge dafr erhoben. Die Studie betrachtet die bundesweit vorliegenden Mindestangebote und kommt so zu bundesweit vergleichbaren Ergebnissen.
Welche Annahmen legen die Forscher bei der Zweikind-Modellfamilie (Geschwisterkinder) zugrunde?
In vielen Stdten hngt eine Geschwisterkindermigung - also ein Rabatt fr das zweite Kind oder beide Kinder zugleich - davon ab, dass beide Kinder gleichzeitig eine Kindertageseinrichtung besuchen.
Deshalb geht die Studie von einer Familie aus, deren beide Kinder zugleich das gleiche Betreuungspaket im Kindergarten wahrnehmen. Das lebensltere Kind in der Modellfamilie ist dabei fnfeinhalb Jahre und das lebensjngere Kind dreieinhalb Jahre alt, damit eine eventuelle Beitragsfreistellungen dort transparent werden, wo sie gewhrt werden.
Warum stellt die Studie ausschlielich auf Ehepaare mit Ein-Kind- und Zwei-Kind-Familien ab?
Weil Sie den berwiegenden Teil aller Familien in Deutschland darstellen - mehr als 60 Prozent aller Familien mit Kindern sind nach Daten des Statistischen Bundesamtes Einkind- und Zweikind-Familien (mehr dazu im Endbericht).
Alleinerziehende stellen nach diesen Daten rund 22 Prozent aller Haushalte mit Kindern dar. Zu welchen Bedingungen sie ihre Kinder in die Kita schicken knnen, wird in ffentlich zugnglichen Satzungen und Gebhrenordnungen der Stdte nur selten ausgewiesen. Fr Alleinerziehende drften die Kommunen zum Teil gesonderte Begnstigungen gewhren. Dies ist jedoch nur im Jugendamt selbst zu erfragen. Aus diesem Grunde wurden die Alleinerziehenden nicht mit in die Analyse einbezogen und nicht, weil wir diesen stetig ansteigenden Anteil in der sozialen Wirklichkeit Deutschlands nicht abbilden wollten.
Wie kamen die Wissenschaftler auf die zwei im INSM-ELTERN-Ranking dargestellten Einkommensklassen?
Die Studie nimmt 45 000 Euro als mittleres Bruttojahreseinkommen an, dies entspricht dem durchschnittlichen Bruttoeinkommen eines Arbeitnehmers im Verarbeitenden Gewerbe. Als hohes Einkommen stuft die Studie Haushalte ein, die ber 80 000 Euro und damit fast doppelt soviel wie ein mittleres Arbeitnehmereinkommen im verarbeitenden Gewerbe verfgen.
Wie haben die Wissenschaftler die Gebhrensituation in Stdten ermittelt, die keine stdtischen Kindertageseinrichtungen haben?
In denjenigen Kommunen, die keine stdtischen Kindertageseinrichtungen mehr unterhalten, wurde ein gewichteter Durchschnitt der Elternbeitrge von nicht-stdtischen Kindertageseinrichtungen errechnet. Die Stadt Gera sah sich nicht in der Lage, einen berblick ber alle nicht-stdtischen Kindertageseinrichtungen zur Verfgung zu stellen.
Ausfhrlichere und detailliertere Angaben zur Methodik der INSM-ELTERN-Studie finden Sie im wissenschaftlichen Endbericht.
Wie haben die Wissenschaftler die Gebhrensituation in Stdten ermittelt, wenn es whrend des laufenden Kindergartenjahres nderungen der Satzungen bzw. Elternbeitrge gegeben hat?
nderungen bis zum Stichtag 12.03.2010, die noch whrend des laufenden Kindergartenjahres fr 2009/2010 in Kraft treten, wurden mit aufgenommen. Der jhrliche Elternbeitrag wurde dann anteilig auf Basis von Werten fr die Monate vor der nderung und nach der nderung berechnet.









